Von der Haustüre bis zum Himalaya

Am Freitag, 24. April 2026, versammelten sich im Kirchensaal in Bellikon insgesamt 127 Personen – sowohl Einheimische als auch weitgereiste Gäste – waren der Einladung gefolgt, um die aussergewöhnliche Geschichte der Schweizer Abenteurerin Maria-Theresia Zwyssig aus erster Hand zu erfahren.
Der Abend begann bereits um 18.00 Uhr mit einem gemütlichen Beisammensein. Die Festwirtschaft am Grill hatte alle Hände voll zu tun und verwöhnte die Besucher mit Würsten, Schnitzelbroten und Käsebroten. Das Brot dazu hat Familie Kaufmann vom Hubihof gebacken.
15'000 Kilometer im Sattel
Um 19.30Uhr ging es los und die Ferne wurde greifbar. Was die Zuhörer besonders beeindruckte: Die Reise nach Nepal startete nicht am Flughafen, sondern direkt vor der Haustüre im Berner Oberland. Maria-Theresia erzählte, wie sie mutterseelenallein auf dem Fahrrad 20 Länder durchquerte und 15'000 Kilometer zurücklegte, um nach einem Jahr Kathmandu zu erreichen. Diese einjährige Anreise war jedoch erst der Auftakt für die eigentliche Herausforderung.
Extreme auf dem Great Himalaya Trail
Im Zentrum des Vortrags stand die Durchquerung Nepals auf dem «Great Himalaya Trail». In 130 Tagen legte sie 1700 Kilometer zu Fuss zurück – eine Leistung, die weltweit bisher erst rund 50 Menschen vollbracht haben. Dabei schilderte sie ungeschönt die enormen Strapazen: 18 Pässe auf über 5000 und 6000 Metern Höhe sowie die Einsamkeit der Berge. Besonders das Wetter forderte sie heraus; oft war es sehr regnerisch, und die ständige Nässe zerrte an den Kräften.
Trotz der harten Bedingungen betonte Maria-Theresia die unglaubliche Schönheit der Natur und die tiefgreifenden Begegnungen mit den Menschen vor Ort, die sie als besonders bereichernd empfand. Diese Kontakte gaben ihr in den emotionalen Tiefs immer wieder die nötige Energie zum Weitermachen.
Der Anlass war ein voller Erfolg. Die Kombination aus kulinarischem Genuss im Freien vor der Kirche und der packenden Geschichte über Mut, Ausdauer und Willenskraft sorgte für einen rundum gelungenen Abend.
Der Gemeinderat bedankt sich bei den Helfern für ihre Unterstützung und bei den Gästen, die den Anlass besucht haben.